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Holzhackschnitzel sorgen auch im Dorf für Wärme

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(02.02.2011) Bei der Wärmeerzeugung aus Holz verfügt die Gemeinde Körle über eine zehnjährige Erfahrung, denn seit dem Jahr 2001 ist das Heizwerk „Auf dem Hollunder“ in Betrieb. Im Oktober letzten Jahres wurde die neue Heizungsanlage für die Ortsmitte in Betrieb genommen.

Von der Heizzentrale in der ehemaligen Bauhofhalle in der Guxhagener Straße werden seitdem 35 Gebäude mit Wärme versorgt, unter anderem das Rathaus, die Feuerwehr und das Gasthaus „Zur Krone“. Bei den äußerst frostigen Temperaturen im Dezember konnte die Anlage schon zeigen, was in ihr steckt und hat seither die „Feuerprobe“ bestanden. Wenngleich auch bei der neuen Anlage Holzhackschnitzel zur Wärmeerzeugung genutzt werden, sind die Konzeptionen der beiden Heizungsanlagen doch unterschiedlich. Bei der Anlage in der Ortsmitte erfolgt die Brennstoffzuführung mittels einer Federblattaustragung und Förderschnecken, während die Anlage für das Baugebiet „Auf dem Hollunder“ mit hydraulischen Schubböden arbeitet. Die beiden neuen Holzkessel für die Ortsmitte (220 kw und 48 kw) benötigen einen qualitativ hochwertigeren Brennstoff, während die ältere Anlage mit Störstoffen (wie z.B. längeren Holzstücken) problemlos läuft. So wurden in den ersten Betriebswochen des neuen Heizwerks wichtige Erfahrungen gesammelt. Die Auswahl des richtigen Brennstoffs stand auch in Zusammenhang mit der Frage, ob auf die geplante Lagerhalle möglicherweise verzichtet werden kann. Angesichts des frühen Wintereinbruchs Ende November wurde daher auf einen Baubeginn für die Halle im alten Jahr verzichtet, um zunächst verschiedene Brennstoffqualitäten zu testen. Eine Lagerhalle wäre nämlich dann überflüssig gewesen, wenn die Hackschnitzel direkt in den Lagerraum hätten befördert werden können. So bietet z.B. ein großer Holzlieferant aus dem Harz so genannte „Hackschnitzelpumpen“ an, mit denen das Material wie Holzpellets eingeblasen wird. Nach den Probelieferungen der vergangenen Wochen von insgesamt vier verschiedenen Holzlieferanten steht nun fest, dass die geplante Lagerhalle nötig und wirtschaftlich sinnvoll ist. Bis zum Frühjahr dient der Bolzplatz als provisorischer Lagerplatz. Eine offizielle Einweihung mit einem Tag der offenen Tür wird dann nach Fertigstellung der Lagerhalle stattfinden.