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„Blitzer“ kontrollierten 93 Mal in Körle

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Geschwindigkeitsmessung

Die Städte und Gemeinden des Altkreises Melsungen schlossen sich im Jahr 1995 zu einem so genannten Ordnungsbehördenbezirk (OBB) zusammen, um gemeinsam Personal und Gerät für Geschwindigkeitskontrollen einzusetzen. Zuvor war die Gemeinde Körle bereits Mitglied in einem gleichen Verband mit der Stadt Borken.  Der Melsunger Ordnungsbehördenbezirk führt mobile Kontrollen an Bundes-, Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen durch und betreibt außerdem fünf stationäre Anlagen, z.B. in Malsfeld und Spangenberg. Die Verwaltung des OBB obliegt  der Stadt Melsungen, wobei wichtige Entscheidungen (z.B. über Investitionen in neue Anlagen) durch einen Beirat getroffen werden, dem die Bürgermeister angehören. Eine solche Beiratssitzung fand am 15. August 2017 statt, bei der u.a. über die Entwicklung der Geschwindigkeitsüberschreitungen in 2016 berichtet wurde. Die Kontrolleure führten im vergangenen Jahr 93 Kontrollen in unserer Gemeinde durch.

Hierbei wurden 25.373 Fahrzeuge gezählt. Es wurden  insgesamt 1.421 Verstöße registriert, die allermeisten Überschreitungen bewegten sich im Bereich bis 10 km/h (915). In 343 Fällen waren die Fahrzeuge bis zu 15 km/h schneller als erlaubt, 107 mal bis zu 20 km/h Überschreitung und 30 mal bis zu 25 km/h schneller. 17 Fahrzeuge wurden bei einer Überschreitung  bis zu 30 km/h erwischt und sechsmal sogar bis zu 40 km/h. Die Verstöße wurden 62 mal mit einem Bußgeld geahndet und in 1.359 Fällen mit einem Verwarnungsgeld. Aus diesen Mitteln werden Personal-, Unterhaltungs- und Investitionskosten getragen. Der Verband erzielt in manchen Jahren einen Überschuss, in 2016 war das Ergebnis jedoch defizitär. Überschüsse oder Fehlbeträge werden einer Rücklage zugeführt bzw. entnommen, aus der wiederum auch die Investitionen gezahlt werden und für gewöhnlich ein Zuschuss an die Verkehrswacht fließt. Für die Gemeinden besteht durch die Mitgliedschaft die Möglichkeit, im Sinne der Verkehrssicherheit regelmäßige Kontrollen durchführen zu können. Die ist aus Gründen der Schulwegsicherheit und zum Schutz von Anwohnern besonders an den Hauptstraßen nötig. Außerdem können die Gemeinden auf Anzeigetafeln und Zählgeräte des OBB zugreifen. Finanzielle Gründe spielen angesichts der zuvor genannten Zahlen keine Rolle, auch wenn manche Bürger dies glauben.